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FÜR MEHR MENSCHLICHKEIT
FÜR MEHR MENSCHLICHKEIT

Projekt "Brunnen für Afrika"

Um an unsere Mitmenschen zu erinnern. - Um etwas von unserem Wohlstand umzuverteilen.

 

 

Projektidee

1988. Eine bayrisch-schwäbische Kleinstadt mit 12.000 Einwohnern wollte sich ein noch größeres Hallenbad gönnen. Als ich davon hörte, musste ich als erstes dabei an die vielen Kinder in Afrika denken, die nicht einmal Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Es fehlen öffentliche Zapfstellen geschweige denn Trinkwassersysteme für Hausanschlüsse. Jeden Tag müssen Kinder unzählige Kilometer zu Fuß bis zur nächsten Wasserstelle gehen. Um ihre Familie mit Wasser zu versorgen, müssen sie die schweren Kanister tragen.

 

Ich initiierte das Projekt „Brunnen für Afrika“, um an unsere Mitmenschen zu erinnern und um etwas von unserem Wohlstand umzuverteilen.

 

 

Projektausführung

Ich schrieb, 18 Jahre jung, offene Briefe an den Stadtrat und den Bürgermeister. Ich stellte einen Antrag in Höhe von 1 % der Bausumme für das neue Hallenbad als Spende für den Brunnenbau in Afrika. Damit hätten wir 53 Brunnen bauen und 53 Dörfer versorgen können. Die Stadt lehnte ab. Daraufhin entwarf ich Aufkleber und Plakate für eine Spendenkampagne. Ich sammelte eigenhändig in der Schule. In den Pausen verzichteten viele Schüler auf ihre Brotzeit und spendeten ihr Taschengeld, statt sich eine Butterbrezel oder eine Capri Sonne zu leisten. In der Oberstufe klebten sich Abiturienten und Lehrer den Aufkleber auf ihr Auto.  Lehrer wie Eltern, begrüßten das Projekt und halfen mit.

 

Ergebnis

Rund 5.000 DM kamen zusammen und das war genug um zumindest 1 Brunnenbau zu finanzieren.

Der Brunnen steht im westafrikanischen Land Togo, im Dorf Poimongue.

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© Joshua Raffael Sonnenschein