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FÜR MEHR MENSCHLICHKEIT
FÜR MEHR MENSCHLICHKEIT

Projekt " Shtetlland "

Die Würde des Menschen endet nicht mit seinem Tod.

 

 

Entstehung

Die jiddische Geschichte der polnischen Kleinstadt Lubartów ist so alt wie sie selbst. Der überwiegende Teil der Bevölkerung war jüdisch. Seit 500 Jahren war die jiddische Kultur hier präsent und pulsierte durch die Straßen der Kleinstadt - bis September 1939. Bis dahin sprach die Mehrheit der Lubartówer Jiddisch, jedoch eben auch polnisch und russisch. Der Handel mit den Nachbarn florierte. Sie brauten Bier, elf verschiedene Sorten - Lubartówer Bier. Sie waren über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihre Schneiderkunst und ihre Modeentwürfe. Sie waren Landwirte und Ladenbesitzer, Lehrer und Ärzte, Rabbiner und Schreiner. Einige waren religiös, andere nicht. Sie spielten Fußball und gründeten zwei Fußballmannschaften.

 

Ich initiierte das Projekt “Shtetlland”, um gemeinsam mit der Zivilgesellschaft verschiedener Länder, zu helfen, die Jiddische Kultur der Shtetls zu bewahren und um damit sie für die nächsten Generationen zugänglich zu machen.

 

 

Projektumsetzung

Ich hielt Vorträge in verschiedenen Schulen und vor den Bürgern der Kleinstadt. Damit wollte ich einen Beitrag zur

aktiven Bewusstseinsänderung innerhalb der nächsten Generationen leisten und die Sicht vermitteln wie wichtig eine Erinnerungskultur für unsere gemeinsame Zukunft sei. Zudem wollte ich sie an die 500-jährige erfolgreiche jiddische Gecshichte dieser Kleinstadt vor 1939 erinnern und wie stolz sie darauf sein können.  Ich sprach über die Vorteile, die Lubartow durch die Bewahrung der ursprünglichen jiddischen Kultur gewinnen bzw. wie eine Neuentdeckung der historischen Wurzeln eine positive Stadtentwicklung über die eigenen Stadtgrenzen hinaus, Lubartow eröffnen könnte.

 

Ein Schwerpunkt meiner Projektarbeit ist dabei Erinnerungskultur. Die Erinnerung hoch zu halten an die über 4.000 jüdischen gebürtigen Lubartówer, und damit auch polnische Staatsbürger, deren Leben 1939 gewaltsam genommen wurde.

 

Die Würde des Menschen endet nicht mit seinem Tod. Die Achtung der Würde eines Menschen ist ein Menschenrecht.

Hier stehen seine Mitmenschen in der Verantwortung. Nicht an einen Menschen zu erinnern, stirbt dieser ein zweites Mal. "Wer ein Menschenleben rettet, dem wird es angerechnet, als würde er die ganze Welt retten", so steht es im Talmud geschrieben. Ich möchte diesen Gedanken ergänzen: "Wer die Würde eines Menschen rettet, der rettet die Menschheit".

 

Ergebnis

Viele hundert Menschen konnten die jiddischen Geschichte ihrer Stadt wahrnehmen. Viele haben sich zudem in einer Freiwilligenliste eingetragen und möchten sich im Projekt ehrenamtlich engagieren. Fortsetzung folgt.

 

Pressespiegel:

 

Anerkennung durch die renommierte Gewerkschaft Solidarność:

 

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© Joshua Raffael Sonnenschein